Innovationsmanagement in Banken

In den vergangenen Jahrzehnten hat sich die Finanzindustrie zu einem dynamischen und hoch kompetitiven Markt entwickelt. Es setzten sich branchenverändernde Innovationen wie das Onlinebanking oder das Retail E-Brokerage durch. Aber auch spezifischere Produkte wie beispielsweise neue Formen von Mobile-Payments und der Immobilienfinanzierung.

Angesichts dieser Dynamik und der daraus resultierenden Notwendigkeit von Innovationen erstaunt es jedoch, dass die Mehrheit der Finanzdienstleister bisher keine Innovationsprozesse implementiert hat. Einer Studie von Business Insights zufolge haben etwa 60% der Unternehmen keine Innovationsrichtlinien und gehen die Produktentwicklung eher individuell an. In der vordergründig nicht R&D-intensiven Finanzbranche liegt unserer Erfahrung nach der Anteil sogar bei 70%.

Die Folge ist, dass viele, der auf dem Markt eingeführten Produkte, keinen kommerziellen Erfolg haben. Unsere Erfahrungen zeigen, dass ohne konkrete Innovationsprozesse häufig wichtige Schritte wie beispielsweise Marktstudien vernachlässigt und die Produkte sozusagen am Markt vorbei entwickelt werden. Zusätzlich fehlt dem Entwicklungsprozess in einigen Phasen die nötige Struktur, was zu einer mangelhaften Prozesskoordination führt und als Folge lange Entwicklungszeiten nach sich zieht.

Bei vielen großen Industrieunternehmen wurden deshalb bereits Entwicklungsprozesse implementiert, was sowohl einen positiven Effekt auf die Erfolgsquoten, wie auch auf die Produktentwicklungszeiten hatte.

Das vorhandene Verbesserungspotential im Bereich neuer Business Cases spiegelt sich auch in der Wahrnehmung der Führungskräfte wieder. Für mehr als die Hälfte der Führungskräfte gehören Innovationen zu den drei wichtigsten Themenfeldern und erwarten für die Zukunft eine wachsende Bedeutung. Jedoch sind rund zwei Drittel der Manager im Finanzsektor nicht mit der Rentabilität ihrer Innovationsausgaben zufrieden (Business Insights).

Probleme im Innovationsmanagement

  • Die Anreize für Innovationen sind nicht so ausgestaltet, dass diese Mitarbeiter zu Innovationen motivieren. Viele Ideen bleiben daher unentdeckt und werden nicht umgesetzt.
  • Die organisatorische Struktur des Unternehmens lässt keine Innovation zu bzw. ist dieser hinderlich. Es mangelt an einem Innovation-Framework, welches Innovationsprozessen eine Form gibt.
  • Es gibt kein ausreichendes Kunden-/Marktfeedback  im Entwicklungsprozess („das Produkt wurde am Kunden vorbeientwickelt“).
  • Die Entwicklungs- und Implementierungsgeschwindigkeit entspricht nicht dem Marktstandard wodurch der „First-Mover-Advantage“ verloren geht.
  • Die Unternehmenskultur ist nicht auf Innovationen ausgerichtet. Es fehlt an einem generellen Commitment der Führungskräfte. Das innovative Mindset wird durch starre Strukturen ausgebremst. Lange Hierarchiewege und strikte Budgetvorgaben hindern Innovationen an der Umsetzung.

Will man zu den Top-Performern der Finanzbranche gehören, so reicht es jedoch nicht, die trivial scheinenden Fehler zu vermeiden. Wichtiger ist es, die Erfolgsfaktoren innovativer Unternehmen zu kennen und selbst einen passenden Innovationsprozess zu implementieren. Dieser sollte den Entwicklungszyklus strukturieren, aber nicht durch Budgetrestriktionen oder überspitzte Richtlinien ersticken.

Das Seedbeat-Innovation-Framework löst die oben genannten Probleme umfassend und führt einen konsequenten Innovationsprozess in Unternehmen ein. Mehr Informationen hierzu finden Sie unter Innovationsmanagement für Unternehmen.

Veröffentlicht unter Allgemein

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